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Mittwoch, 25. Juni 2025

Bibliothek des Widerstands

In dieser Reihe werden 100 oder mehr Dokumentarfilme und Bücher über Kämpfe in der Welt veröffentlicht, die deren soziale Veränderung zum Ziel haben. Diese Kämpfe sollen für jeden erreichbar dokumentiert und reflektiert werden.
Sie beginnt ab Mitte der 60er-Jahre und geht bis heute fort. Sie zeigt auf, dass es oft Niederlagen und Rückschläge im Kampf um die soziale Befreiung der Menschen gibt, aber ebenso eine Kontinuität der Befreiungskämpfe, die immer wieder neu entstehen.

Filmclub 'Moderne Zeiten'

Jeden zweiten Freitag im Monat um 20 Uhr in der Hafenvokü, Hafenstraße 116, 20359 Hamburg
Eintritt frei !!!

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Freitag, 25. April 2025

Hafenstrasse For Ever



»Wir werden noch tanzen, wenn an Voscherau + Lochte schon keine/r mehr denkt.« (Wandbild Hafenstraße 1991)
"Die Protagonist/innen des Kampfes um die Hafenstraße übernahmen für einen Wimpernschlag der Geschichte die »intellektuelle und moralische Führung« eines neuen »historischen Blocks«, der die Hegemonie des traditionell führenden Blocks der Bourgeoisie in der Zivilgesellschaft erfolgreich herausforderte. Wer in diese Ereignisse involviert war, bekam zumindest eine flüchtige Ahnung vom menschlichen Potenzial für Solidarität und Veränderung." Eine Frau aus der Hafenstrasse 2010

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Bambule Fernsehspiel von Ulrike Meinhof


Als Fernsehfilm von der ARD vierundzwanzig Jahre lang unterdrückt, als Buch längst zum Klassiker geworden. Wer wissen will, welche Erziehungsvorstellungen noch Ende der sechziger Jahre herrschten, sollte Bambule lesen. Das Thema ist aktuell wie je: Wie geht die Gesellschaft mit Randgruppen um, wie erzieht der Staat diejenigen, deren Fürsorge ihm übertragen wurde? Ulrike Meinhof hatte sich als Journalistin in langen Recherchen ein Bild über die Lage der Mädchen in Erziehungsheimen gemacht. In der Geschichte von Irene beschreibt sie den Alltag zwischen Hof, Schlafraum, Wäscheraum und "Bunker", die Repressalien der Erzieher und die Befreiungsversuche der Mädchen, die "Bambule" machen, weil sie leben wollen und nicht bloß sich fügen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Sonntag, 6. März 2011

Die Armutsindustrie


Derzeit entsteht ein neuer Markt rund um Armut und Hartz IV bei denen viele abkassieren, nur nicht die Betroffenen selbst. Die Reportage von der Autorin Eva Müller zeigt auf, wie Geschäftemacher mit 1-Euro-Jobbern und "subventionierten Mitarbeitern" viel Geld "erwirtschaften" und die Menschen selbst weiterhin in Armut gehalten werden. Müller greift ein brisantes Thema auf, dass bislang in den öffentlichen Medien kaum behandelt wurde. Um so wichtiger, dass möglichst viele Menschen die Reportage sehen.
Aus der Ankündigung: Florian Schneider ist arbeitslos und hat trotzdem jede Menge zu tun. Er nutzt einfach die Angebote, die sich für ihn und all die anderen, die ohne Arbeit leben, bieten: den Ein-Euro-Job beim privaten Träger, das kostenlose Bewerbungstraining, den Kurs zur gesunden Ernährung. All diese Einrichtungen geben Florian Schneiders Leben einen Rhythmus. Ob sie ihn wieder in Arbeit bringen ist fraglich, aber sie verdienen, oft vom Staat subventioniert, gut mit an seiner Misere.Ob in Braunschweig oder Berlin, in Bonn oder Stuttgart: "ARD-exclusiv" erzählt, wie sich das Geschäft mit der Armut schleichend entwickelt. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist einfach zu groß, und so verlässt sich der Staat immer mehr auf private Unternehmer, die Kurse anbieten, Praktika organisieren - für die aber auch jeder 'Kunde', der wieder in Arbeit kommt, wirtschaftlich gesehen erstmal schlecht ist. Was hilft das alles Florian Schneider, der sich zwar 'beschäftigt' fühlt, aber trotzdem kaum Chancen auf eine feste Stelle hat? Im Dunstkreis von Hartz IV entsteht: die Armutsindustrie

Donnerstag, 17. Februar 2011

Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua


2001 versammelten sich die Regierungschefs der größten Industrienation in Genua zum jährlich stattfindenden Wirtschaftsgipfel G-8. Während die Staatschefs und ihre Berater im frisch herausgeputzten Palazzo Ducale über den freien Warenverkehr in der Welt berieten, forderten 300.000 Globalisierungsgegner auf den Straßen des Konferenzorts eine gerechtere Welt. Noch nie hatten sich so viele Menschen zu einem Protest gegen die herrschende Weltordnung versammelt, und noch nie war die Reaktion der Polizei so scharf wie in Genua. Die Regierung Berlusconi, seit wenigen Wochen im Amt, hatte 20.000 Polizisten zusammengezogen. Und diese prügelten und verhafteten in einer Willkür, die die parlamentarische Opposition in Rom an chilenische Zustände erinnerte. Hunderte zum Teil Schwerverletzte wurden mit gebrochenen Rippen, Beinen und Armen in Krankenhäuser eingeliefert. Gleichzeitig – so erzählen Zeugen – hätten Polizisten mit faschistischen Liedern und mit Hymnen auf Mussolini ihre “Siege” gefeiert.Doch der öffentlichen Ordnung hat das rabiate Vorgehen der Polizei wenig genützt. Im Gegenteil: Rund 800 Schwarzvermummte konnten in Banken ungestört Feuer legen, Supermärkte plündern oder Autos anzünden. Die Gewalttäter, eine Mischung aus Skins, Hooligans, Neonazis und professionellen Randalierern, zogen drei Tage lang brandstiftend durch Genua und nahmen quasi unter den Augen der Polizei – manche sagen, mit ihrer stillen Duldung – die Stadt auseinander.

Montag, 7. Februar 2011

Häuser, Hass und Strassenkampf - Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer




Vor 26 Jahren, am 22. September 1981, wurde während eines Polizeieinsatzes der
18-jährige Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus erfasst und getötet.
Dieser Unfall war der traurige Höhepunkt der Auseinandersetzungen um besetzte
Häuser in Westberlin. Straßenkämpfe waren damals fast an der Tagesordnung.
Der neue Innensenator Heinrich Lummer (CDU) versuchte den Hausbesetzern
gegenüber eine Politik der Stärke. Die Lage eskalierte, Hass und
Gewaltbereitschaft gab es sowohl bei Hausbesetzern als auch bei Polizisten.
Viele Jahre lang waren vor allem in Kreuzberg alte Häuser entmietet worden -
um die leeren Häuser dann abzureißen. 1980 begann die linksalternative Szene in
Westberlin, solche Häuser zu besetzen.
Die Hausbesetzer glaubten nicht an die tradierten Lebensentwürfe. Die
Gesellschaft der Bundesrepublik schien ihnen vor allem dem Konsum nachzujagen.
Sie hingegen versuchten, andere Modelle des Zusammenlebens und -arbeitens zu
erproben.
Die Szene suchte Räume, um sich zu verwirklichen, und sie fand sie auch in den
Hunderten von leer stehenden Häusern.
Die Dokumentation rekonstruiert die Hintergründe und den Ablauf der Ereignisse,
die zum Tod Rattays führten.

Freitag, 25. Juni 2010

Empire St. Pauli - von Perlenketten und Platzverweisen




Im globalen Städte-Wettbewerb setzt sich Hamburg in Konkurrenz zu anderen Metropolen. Stadtentwicklung soll günstige Standortfaktoren für Unternehmen, Investoren und Touristik gewährleisten, die letzten Lücken in der so genannten "Perlenkette" entlang des Elbufers werden imagebildend geschlossen.
Für den Film wurden über 50 Interviews geführt. Es wurde auf ExpertInnen von außen verzichtet. Verschiedenste St. PaulianerInnen kommen zu Wort: AnwohnerInnen, Angestellte, KünstlerInnen, Gastwirtinnen, Braumeister, Großinvestoren, SozialarbeiterInnen, Hoteliers, RechtsanwältInnen, der Bezirksamtsleiter und viele mehr. So bildet der Film jenseits von Rotlicht, Kleinkriminellen und Arme-Leute-Klischee ein vielfältiges Meinungsspektrum ab.